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Kahlheit

Tatsächlich betrifft die Glatze sowohl Männer als auch Frauen, ist jedoch bei Männern weit verbreitet und bei Frauen eher selten.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Kahlheit:

Die androgenetische Alopezie

Sie ist die häufigste Form der Kahlheit bei Männern und Frauen. Ursache ist eine hormonelle Störung, also eine Überproduktion des männlichen Hormons Androgen, das für den Haarausfall verantwortlich ist.

Die androgenetische Alopezie betrifft etwa 70 % der Männer und beginnt meist um das 40. Lebensjahr herum. Natürlich gibt es viele Fälle, in denen die Glatzenbildung bereits im Alter von 18/20 Jahren beginnt.

In der Regel und vor allem bei Männern ist die androgenetische Alopezie durch einen Haarausfall an den Schläfen und am Oberkopf gekennzeichnet, je nach Fall mehr oder weniger stark. Der Haarkranz oberhalb des Nackens ist nie von Kahlheit betroffen, man nennt sie auch die “ewige Zone”.

Haarausfall bei Männern kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein und wird durch verschiedene Stadien charakterisiert, die nach dem Hamilton-Schema in 7 Alopezie-Stufen eingeteilt werden.

Frauen haben nie eine Vollglatze, da ihr Haar diffuser und in geringerer Zahl ausfällt. Stattdessen wird das Haar dünner und der Schädel ist durch das Haar sichtbar. Die Schweregrade der Glatzenbildung bei Frauen sind in nach dem Ludwig-Svhema eingeteilt und umfassen 4 Stufen.

Die seborrhoische Alopezie

Die seborrhoische Alopezie betrifft Männer und Frauen gleichermaßen häufig, verläuft immer nach demselben Schema (Schläfen, Oberkopf …) und kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein.

Sie ähnelt der androgenetischen Kahlheit, ihre Ursache ist jedoch eine andere: Der Haarausfall ist auf eine übermäßige Talgproduktion zurückzuführen, die das Haar erstickt und abtötet.

Dieser Haarausfall-Typ geht auch mit anderen unangenehmen Nebenwirkungen einher:

  • fettige Kopfhaut und Haare,
  • Verlust des Haarglanzes,
  • Schwere Haare,
  • Volumenverlust,
  • Schwache Haare sowie
  • Hautreizungen, Brennen und Schuppenbildung.

Die narbenbildende Alopezie

Die narbenbildende Kahlheit betrifft sowohl Männer als auch Frauen und hat keinerlei Ähnlichkeit mit der so genannten gewöhnlichen androgenetischen Kahlheit. In der Tat präsentiert sie sich in Form eines unregelmäßigem Haarausfall auf dem Kopf. Sie folgt nicht der gleichen Logik wie die gewöhnliche Glatze, die sich auf die Schläfen und den Oberkopf konzentriert, sondern kann jeden Bereich der Kopfhaut betreffen. Sie kann auch mit roten Flecken und anderen Kopfhautentzündungen einhergehen.

Die Ursachen für narbige Alopezie sind vielfältig, gehen jedoch alle auf schädliche Umwelteinflüsse oder Traumata zurück:

  • virale, infektiöse oder bakterielle Erkrankungen (Syphilis, Favus, Lichen planus follicularis, Krebserkrankungen, kutaner Lupus),
  • Mykosen,
  • angeborene Ursachen (Kopfhautaplasie),
  • eine Autoimmunreaktion nach einer Krankheit,
  • Stoffwechseldegeneration (aufgrund eines Tumors oder anderer Krankheiten) beziehungsweise
  • schädliche Umwelteinflüsse (schwere Verbrennungen, Strahlung).

Die narbenbildende Alopezie zerstört die Haarzwiebel und verleiht dem Kopf ein glattes und glänzendes Aussehen.

Andere Ursachen für Kahlheit

Die Ursachen für Kahlheit sind sehr vielfältig. Hier ist eine Liste von anderen, mehr oder weniger häufigen Ursachen für Haarausfall:

Jahreszeitenwechsel: Genau wie Bäume neigen wir alle dazu, in der Herbst-/Winterzeit mehr Haar zu verlieren. Dieser Haarausfall kann bei manchen Menschen so stark sein, dass sogar die Kopfhaut sichtbar wird.

Stress: Stress ist eine der häufigsten Ursachen, die zu Haarausfall führen, insbesondere bei Frauen. Ob durch einen psychischen Schock oder durch täglichen Druck (z.B. Arbeit), Stress regt die Produktion von Androgenen an, die für den Haarausfall verantwortlich sind.

Hormonelle Störungen: Wie bei der androgenetischen Alopezie kann Kahlheit auch durch eine hormonelle Störung entstehen. Man unterscheidet verschiedene hormonelle Störungen: – Menopause (Abnahme von Östrogen) – Hypo- oder Hyperthyreose – Hirnanhangdrüse – Mikropolyzystisches Ovarsyndrom (Produktion von Androgenen)

Trichotillomanie: Die Trichotillomanie ist eine psychische Störung, bei der sich eine Person impulsiv die Haare ausreißt, um sie zu essen oder daran herumzufummeln, um ihre Ängste zu beruhigen. Sie gilt als Zwangsneurose (OCD).

Nährstoffmangel: Permanente Diäten oder Essstörungen wie Magersucht führen zu Nährstoffmangel. Diese Mangelerscheinungen verhindern, dass das Haarsystem richtig funktioniert, da dieses Vitamine und Mineralien benötigt, um die Zellen zu produzieren, die für die Bildung und Qualität der Haare verantwortlich sind. Eine zu nährstoffreiche Ernährung kann den gleichen Effekt haben.

Schädliche Haarpflege: Eine zu aggressive Haarpflege kann das Haar abtöten. Haartrockner, Glätteisen, Dauerwellen, Färben, aggressive Shampoos, straffe Haarknoten und afrikanische Zöpfe können Alopezien verursachen.

Lösungen gegen Kahlheit: Es gibt einige medizinische Behandlungen, die den Haarausfall verlangsamen, aber nicht verhindern, wie z. B. Minoxidil oder Propecia. Trotz der guten Ergebnisse hat Propecia unangenehme Nebenwirkungen wie Erektionsstörungen.

Heutzutage ist die einzige wirkliche Lösung zur Bekämpfung von Kahlheit die Mikrohaartransplantation. Es gibt verschiedene Methoden der Mikrohaartransplantation. Die effektivste in Bezug auf die Ästhetik ist die F.U.E.-Mikrohaartransplantation, bei der jedes Graft einzeln entnommen und in den kahlen Bereich reimplantiert wird. Das Ergebnis ist natürlich, ästhetisch und hinterlässt keine Narben. Die Technik ist besonders wirksam bei geringer und mittlerer Kahlheit sowie bei weiblicher Alopezie.



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